Galle Fort, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Fort Galle: Sri Lankas alte Festungsstadt

❂ “Fort Galle” ist die größte europäische Festung in Südasien ❂ Bereits vor der Kolonialisierung durch die Portugiesen im Jahr 1588 war Galle ein bedeutender Seehafen. Die europäischen Einflüsse sind bis heute unverkennbar. Wenn Nuwara Eliya die “britischste Stadt” Sri Lankas ist, dann ist Galle die “niederländischste Stadt”, die ihren kolonialen Charme nie verloren hat. Seit 1988 gehört die Festungsanlage sowie die Altstadt von Galle zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Perser, Araber, Griechen, Römer, Malaien und Inder trieben in diesem überaus charmanten Küstenstädtchen regen Handel. Im Jahre 1640 kapitulierten die Portugiesen vor den Niederländern, die Galle zum Sitz des Gouverneurs der Niederländischen Ostindienkompanie (VOC) machten – und damit zur Hauptstadt des niederländischen Ceylons.

1663 bauten die Holländer “ihre” Stadt zu einer Festung aus. Auf knapp 3 km Länge umschließt eine Wallanlage mit insgesamt 14 Bastionen das aus Granitsteinen und Korallen gebaute “Galle Fort” und die Altstadt.

Galle Fort, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Über die Aufnahme in die Kulturerbe-Liste notierte die UNESCO:

“Dies ist das beste Beispiel für eine befestigte Stadt, die von Europäern in Südasien erbaut wurde und die das Zusammenspiel zwischen europäischen Baustilen und südasiatischen Traditionen wunderbar aufzeigt”.

Für die Holländer war die Küstenstadt mit ihren profitablen Zimt-, Kaffee- und Teepflanzungen sowie den Edelsteinminen im Hinterland eine wichtige Zwischenstation zwischen Jakarta in Indonesien und diversen Abnehmern in Europa.

Galle Fort, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

150 Jahre währte Galles Blütezeit, bis die Briten das Land im Jahre 1796 von den Niederländern übernahmen.

Die Engländer nutzten die Festung als örtliches Verwaltungszentrum, etablierten jedoch zeitgleich einen großen Seehafen in Colombo. Damit verlor der Hafen von Galle seine herausragende Bedeutung und versank kurz darauf in Bedeutungslosigkeit.

Galle Fort, "Festungsanlage" Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Vielleicht konnte die Küstenstadt aber gerade deshalb ihren kolonialen Charme bewahren!


Flashback: Tsunami Drama von 2004


Wir blicken zurück auf den 2. Weihnachstfeiertag des Jahres 2004. Ich befand mich an jenem schicksalhaften Tag in Thailand und sah nur im Fernsehen, was aus heiterem Himmel in weiten Teilen von Südasien und Südostasien geschah. An den Stränden und Uferpromenaden waren viele Menschen unterwegs, und die Fischer gingen ihrer täglichen Arbeit nach.

Galle Hafen, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Doch dann die Katastrophe: eine gigantische Flutwelle raste auf die Küsten im Indischen Ozean zu.

Insgesamt starben durch das “Sumatra-Andamanen-Beben” und seine Folgen etwa 230.000 Menschen. Mit einer Magnitude von 9,1 löste das erste Beben eine ganze Reihe von Flutwellen aus. Laut Wikipedia waren dies die tödlichsten Tsunamis aller Zeiten.

Galle Küste, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Am 26. Dezember 2004 wurde auch die Stadt Galle getroffen.

Hier wurden rund 4000 Sri-Lanker Opfer der gigantischen Flutwelle, die zudem schwerste Schäden an den frei stehenden Gebäuden verursachte.

Allerdings schützten die massiven Stadtmauern einige der alten Häuser vor den vernichtenden und folgenschweren Wassermassen. Dank des massiven Bollwerks von Fort Galle konnte eine komplette Zerstörung der “Old Town” verhindert werden.

Galle Festungsanlage, Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann


Tipps für die Besichtigung 


Die historisch wichtige Altstadt befindet sich südlich des “Galle International Cricket Stadium” – das kennt jeder! Schließlich handelt es sich hier nicht nur um eines der ältesten Cricketstadien der Welt. Wegen seiner außergewöhnlichen Lage gilt es auch als eines der schönsten Austragungsorte für das Schlagballspiel.

Direkt hinter dem Stadium, im Süden der riesigen Grünfläche, beginnen wir unsere Galle-Tour hinter der Stadtmauer. Und zwar in der Church Street, denn von dort geht’s direkt in die Altstadt. Das Wetter ist an diesem Tag leider durchwachsen, aber wenigstens ist es nicht allzu heiß.

Galle "Church Street", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Ein guter Ausgangs- und Orientierungspunkt ist das elegante 5-Sterne Kolonialhotel Amangalla. Es liegt direkt neben dem Nationalmuseum von Galle, einem wunderschönen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Dort gibt’s auch genügend Parkplätze, falls Sie mit dem eigenen Auto oder Tuk-Tuk kommen.

Zu Fuß begeben wir uns zunächst zum “Church Street Walking Path” und kommen gleich zu Beginn an den wichtigsten zwei Kirchen vorbei.


Niederländische reformierte Kirche


Diese kleine barocke und weiß-verputzte Dutch Reformed Church wurde 1754 erbaut. Sie war ein Geschenk des Kommandanten Casparus de Jong und seiner Frau an die Stadt, als Dank für die Geburt ihrer Tochter.

Galle, "Dutch Reformed Church", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Das Innere der Kirche ist nach calvinistischer Tradition sehr nüchtern gehalten. Die alten Taufbücher der Kirche wurden in das Archiv der Wolvendaalkerk Church in Colombo überführt.

Die Grabsteine ​​aus dem 18. Jahrhundert im Boden stammen größtenteils vom holländischen Friedhof, der sich bis 1853 in der Queens Street befand.


All Saints Church


Die Kirche im Stil der viktorianischen Neugotik wurde von James George Smither entworfen, einem irischen Architekten und ceylonesischen Beamten. Galle, "All Saints Church", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Zwischen 1865 und 1883 war Smither 18 Jahre lang Ceylons erster Regierungsarchitekt in der Abteilung für öffentliche Arbeiten. In dieser Funktion entwarf er später auch das Nationalmuseum in Colombo.

Bizarr: Die anglikanische Kirche wurde an exakt jener Stelle errichtet, wo einst ein Gerichtsgebäude aus den 1780er-Jahren gestanden hatte. Und dort, wo heute der Altar aufgebaut ist, soll seinerzeit der Galgen gestanden haben. Das ist schon ein wenig makaber…

Von der Kirche aus gesehen, befindet sich auf der rechten Seite das alte Postamt. Zwar ist es stark renovierungsbedürftig, doch das ausgesprochen charmante Kolonialgebäude hat uns dennoch sehr gut gefallen!

Galle, "Old Post Office", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann


The Heritage Hotel 


Dieses Boutique Hotel mit kolonialem Flair liegt an der Church Street inmitten der historischen Altstadt von Fort Galle, unweit vom Leuchtturm und dem Meer.

Galle, "Heritage Hotel Galle Fort", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Das luxuriöse “Heritage Hotel Galle Fort” wurde vor über 300 Jahren als Handelshaus gebaut. Von außen sieht es derart entzückend aus, dass mein Mann und ich ganz neugierig hineinspaziert sind.

Als “Hotel mit authentischem holländischen Charme” beschreibt sich diese Unterkunft, die von einem sehr gepflegten Garten und blühenden Bäumen umgeben ist. Einige Zimmer in den oberen Etagen haben einen Panoramablick auf den Indischen Ozean. Leider haben wir nicht dort gewohnt, aber es wird auf jeden Fall ein nächstes Mal geben!

Galle, "Heritage Hotel Galle Fort", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann


AIDA Jewelry Store


Wie man weiß, ist Sri Lanka für seine Edelsteine weltberühmt. Für Liebhaber origineller und relativ günstige Steine und Schmuckstücke empfehlen wir diesen Juwelier in der Church Street, praktisch um die Ecke des Heritage Hotel.

Aida Gems & Jewellery ist ein Spezialist für Edelsteine aller Art. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Bentota, im Südwesten von Sri Lanka. Mittlerweile gibt’s aber auch Filialen in Kalutara, Colombo und eben auch in Galle.

Galle, "Aida Gems & Jewelery", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Inhaber-Sohn Yohan Waduge, der gemeinsam mit seinem Vater die Schmuckgeschäfte leitet, spricht nicht über seine gut betuchten Kunden. Doch ist allgemein bekannt, dass speziell dieses Unternehmen schon seit Jahrzehnten königliche Häuser in aller Welt beliefert.

Ich lasse mir diese Gelegenheit jedenfalls nicht entgehen und probiere aus Spaß an der Freude einen sündhaft teuren Ring mit dem weltberühmten blauen Ceylon-Saphir in der Mitte – so wie ihn einst Lady Diana von Prinz Charles geschenkt bekam. Das Schmuckstück stammte aus Sri Lanka, und wie man munkelt, von AIDA.

Galle, "Aida Gems & Jewelery", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Aber keine Sorge: es gibt dort auch fantastische kleine Pretiosen zum sehr erschwinglichen Preis, die in der eigenen Werkstatt entstehen – und auf Wunsch auch maßgefertigt werden. Ich habe mir hier Ohrringe passend zu meinem Ring anfertigen lassen. Hier geht’s zu meinem Bericht… 


Der alte Leuchtturm


Und weiter geht’s mit unserem Rundgang durch die “Old Town”.

Das Wahrzeichen von Galle Fort ist der alte Leuchtturm am Ende der Utrechter Bastion. Er ist vollkommen intakt und wird bis heute von der srilankischen Hafenbehörde betrieben.

Galle, "Leuchtturm", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Die britische Kolonialverwaltung errichtete den ersten Leuchtturm von Ceylon im Jahre 1848 hier in Galle. Deshalb gilt die Station heute als die älteste des Inselstaates. Ursprünglich war das “Galle Lighthouse” 24,5 Meter hoch und operierte noch mit einer alten Öllampe! Allerdings wurde die gesamte Anlage im Jahre 1934 durch einen Brand zerstört.

Der heute bestehende 26,5 Meter hohe Rundturm wurde fünf Jahre später aus Gusseisen errichtet. Er liegt strategisch günstig am südlichen Ende der Landzunge direkt an der Festungsmauer.


Meera Jumma Masjid


Diese weiß-getünchte Moschee, eines der prägnantesten Gebäude in Galle, liegt dem Leuchtturm gegenüber. Das religöse Bauwerk ist eine Mischung aus barocken, britisch-viktorianischen und islamischen Details, wobei uns die Fassade eher an eine portugiesische Kirche als an eine Moschee erinnert.


The Dutch Hospital & District Court


In unmittelbarer Nähe des Leuchtturms steht auch noch das ehemalige Krankenhaus. Architektonisch interessant ist hier die langgestreckte Säulenarkade…

Galle, "Galle Hospital/Shopping District", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

… hinter der sich heute ein schickes Shopping-Center mit netten Lokalen und Boutiquen verbirgt. Im “Urban Island” erstehe ich ein kleines Souvenir, bevor wir in einem Coffee Shop einkehren. Zeit für eine verdiente Pause!

Offiziell wird dieser Bezirk als The Dutch Hospital Shopping Precinct bezeichnet.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist die Police Station von Galle untergebracht, und wie nicht anders zu erwarten, liegt der “District Court”, also das Bezirksgericht – direkt um die Ecke. Ebenfalls im Kolonial-Look.

Galle, "Bezirksgericht", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann


Nationales Maritimes Archäologisches Museum


Wer sich für die Geschichte von Galle Fort interessiert, sollte dem National Maritime Archaeology Museum in der Queens Street einen Besuch abstatten. Es wurde am 9. Mai 1992 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und befindet sich in einem niederländischen Lagerhaus von 1671, wo einst Gewürze, Betelnüsse und Edelhölzer lagerten.

Galle, "Maritim-Museum", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Besucher, die ein besonderes Faible für Patina haben, werden vom äußeren Erscheinungsbild begeistert sein!

Allein diese Szenerie sieht doch aus wie gemalt, finden Sie nicht…?

Galle, "Maritim-Museum", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Direkt vor dem Museum befindet sich ein großer Platz, den Einheimische  “Ambalama” nennen. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das so viel wie “Rast am Wegesrand”.

Auf Sri Lanka sieht man solche öffentlichen Plätze des Öfteren, so auch hier in Galle. Früher haben Pilger, Händler und Reisende diesen Ort genutzt, um unter den überdachten Unterständen aus Holz oder Bambus Schutz zu suchen, einen Plausch zu halten oder sich für ein paar Stunden auszuruhen.

Highlight hier: der gigantischer Banyan Tree.

Ich habe in Thailand schon viele Banyan-Feigenbäume gesehen, die oft als Parkbäume gepflanzt werden. Aber  dieser hier ist absolut einzigartig. Abgesehen mal von seinem kräftigen, knorrigen Stamm hat dieser Baum unzählige lange Luftwurzeln gebildet, die wie Seile aussehen und in Richtung Boden wachsen.

Galle, "Banyan Tree", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Von Hindus wird der “Banyan Tree” auch als heiliger Baum verehrt. Die Zweige der Banyan-Feige werden oft bei rituellen Handlungen eingesetzt.


Old Gate 


Hiermit verlassen wir die Altstadt von Galle! Auf dem Weg zur eigentlichen Festungsanlage passieren wir das Old Gate – ein Portal von 1669.

Galle, "Old Gate", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Es war einst in ein altes Warendepot integriert, und das gut erhaltene Wappen weist heute noch auf die Entstehungszeit des Gebäudes hin.


Fort Galle & Glockenturm


Das Wichtigste zum Schluss: das Galle Fort oben auf einer Anhöhe. Wir wollen uns natürlich noch unbedingt den Wall ansehen, der die kleine Halbinsel umschließt und die in den Indischen Ozean hineinragt.

Nathalie in Galle, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Obwohl es vom Maritim Museum dortin nur 10 Minuten zu Fuß wären, habe ich nach unserem 2-stündigen Rundgang endgültig genug vom Herumlaufen.

Auch ein Spaziergang kann anstrengend sein!

Also schnappen wir uns ein Tuk-Tuk und verhandeln einen guten Preis mit unserem Fahrer. Der junge Mann freut sich sichtlich, nach dem Corona-Lockdown endlich wieder ein paar ausländische Gäste zu sehen. Erster Stop am Wegesrand: ein kleiner Fischerhafen. Hier halten wir uns eine ganze Zeit lang auf und beobachten die Fischer bei ihrer Arbeit.

Ich liebe diese kleinen authentischen “fisher ports”. Sie sind so unglaublich romantisch und geben auch visuell sehr viel her: das chaotische Treiben, die bunten Boote, die unzähligen Netze und die von Wind und Wetter gegerbten Gesichter der Fischer, die sich über den Fang des Tages austauschen… – was für eine wunderbare Atmosphäre!

Übrigens: haben Sie schon mal von den berühmten Stelzenfischern gehört, die es nur auf Sri Lanka gibt? Da sitzen die Fischer doch tatsächlich auf hohen, dünnen Stöckchen mitten im Meer und halten mit einer Hand die Angel ins Wasser. Ein absolut sehenswertes Phänomen, nicht weit von Galle City entfernt. Wo genau Sie diese “stilt fishermen” sehen können, verrate ich Ihnen hier…

⇒  Die Stelzenfischer von Sri Lanka

Doch weiter geht’s, denn der Tag neigt sich dem Ende zu. Also nichts wie hin zum Fort Galle.

"Festung Galle", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Auf dem obersten Plateau der Festungsanlage angekommen, werden wir gleich mal von diesem Soldaten in Schach gehalten. Halt! Bis hierhin, und nicht weiter…!

Die menschengroßen Figuren machen Eindruck auf mich, denn wie man auf dem Foto gut sehen kann, wurden sie vom Künstler äußerst realistisch angefertigt. Die Bronze-Statuen von britischen Soldaten wurden erst nach Sri Lankas Unabhängigkeit rund um die Festung aufgestellt.

"Festung Galle & Uhrenturm", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Das eigentliche Wahrzeichen hier oben ist und bleibt der unter britischer Herrschaft erbaute Glockenturm von 1883. Er ist ungefähr vier Stockwerke hoch. Oberhalb der Uhr, ganz oben im Turm, waren einst die Wachposten von Fort Galle stationiert und überblickten von dort oben die zentrale Mondbastion.

Heutzutage nutzen Einheimische und Touristen die weitläufige Grünanlage mit ihren 3 Kilometer langen Festungsmauern für ausgedehnte Spaziergänge. Die Bastionen und breiten Terassen sind geradezu ideal für Picknicks mit der Familie oder als Treffpunkt für ein Rendezvous.

"Festung Galle & Bastionen", Sri Lanka, UNESCO-Weltkulturerbe, © SriLanka-Lifestyle.com by Nathalie Gütermann

Zu guter Letzt noch ein Tipp: Kommen Sie bei schönen Wetter hierher, denn dann können Sie die schönsten Sonnenuntergänge in Galle erleben!


© Text: Nathalie Gütermann. Fotos: Nathalie Gütermann/Jörg Baston

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